Alte Technik

 

Zu allen Zeiten haben sich die Töpfer der Welt mit dem Ton, dem Brennen von Ton und der Glasur oder der Textur der Oberfläche des Scherbens (Brenngut) auseinandergesetzt. Auch heute noch in unserer hoch technisierten Zeit ist das so! Zwanzig Jahre hat es ungefähr gedauert bis ich, angefangen von der ersten Schale, heute meinen Ausschuss „relativ“ minimiert habe. Die Auseinandersetzung mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft geht oftmals fast bis zur Aufgabe.

Ein schönes Beispiel für Brennexperimente sind diese zwei alten Porzellanschalen aus China. Auf der Innenseite der Schalen sind Verstärkungsstreben zu sehen. Sie sollten einem Verzug während des Brennvorganges entgegenwirken.

 

 

 

Bei dieser berühmten, alten chinesischen Porzellanschale (Maße: 31 cm x 22 cm x 12 cm) wurde die Technik angewandt, und die Schale ist auch nach dem Hochbrand noch gerade geblieben.

 

 

 

Bei dieser ca. 60. jährigen chinesischen Schale (Maße: 22 cm x 16 cm x 16 cm) jedoch hat es nicht viel genützt, wie man sehen kann, Sie hat sich trotzdem verzogen. Heute wird diese Technik nur noch wenig angewandt.

 

Auch bei dieser alten Schale hat sich der obere Rand leicht nach innen verzogen.

 

Bei dieser alten Schale ist der obere Rand gerade geblieben, dazu hat auch der überproportionierte, breite Rand beigetragen.

Der extrem breite Rand und die äußerst fein gearbeitete Textur der Vorderseite passen jetzt nicht mehr so gut zusammen.

  

Fazit: siehe oben erster Satz!

 

Peter Krebs

 

Fotos aus Schalenarchiv Peter Krebs

Schale Nr.2 stammt aus der Sammlung von Paul Lesniewicz.