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Der Wind ist sein Kamm

Der Wind ist sein Kamm, der Regen sein Bad. Sein Zuhause sind die Elemente Feuer, Wasser Erde und Luft.



In China würde man sofort wissen, daß es sich hier nur um einen Drachen handeln kann. Er steht dort an oberster Stelle der Symbolwerte. In dieser Symbolwelt steht er für "YANG", die männliche Zeugungskraft.

Steigt er aus dem Waser zum Himmel, so verhüllt der Regen seinen Körper. Im Himmel aber spielt er mit einer Perle (auch Donnerperle genannt), die den segenreichen Regen hervorbringt.



Auf der hier vorgestellten Schale werden zwei spielende Drachen vorgestellt, die sich gegenseitig die Perle abjagen oder zuspielen. Ein Wellenmäander durchzieht den oberen Rand. Diese wunderschöne Schale steht im Schalen-Museum von Pius Notter. (Zur visuellen Schulung und besserem Schalenverständnis ist die Sammlung Notter Pflichtübung).

Von allen Drachen berühren mich am nachhaltigsten die chinesischen, denn im Gegensatz zu westlichen stehen sie hier für das Gute.

Erste Darstellungen gehen auf das Jahr 8000 vor unserer Zeitrechnung zurück. Sie zogen sich durch alle Dynastien bis zur heutigen Zeit. Am meisten ausgeprägt waren sie wohl in der Ming-Dynastie 1368-1644.

Peter Krebs

Artikel erschienen im Schweizer Bonsai Magazin MENSCH UND NATUR.


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