Diese Seite drucken

Heian Kouzan

 

HEIAN KOUZAN (平安香山) Teil 1

 

 

Es gibt drei Töpfer in Japan, deren Arbeit als Gipfel japanischen Designs und Ästhetik auf dem Gebiet der Bonsai-Keramik gelten: Heian Tofukuji, Yusen Tsukinowa und Heian Kouzan. Sie sind auch als „die großen Drei“ bekannt.

 

Heian Kouzan, geboren am 28. April 1905, stammt aus einer langen Reihe von Seto-Töpfern, die mehr als 12 Generationen zurückgeht. Im Jahr 1918, im Alter von 13 Jahren, verdiente er bereits Geld mit Bonsai und Töpfern. 1948, als Heian Kouzan 33 war, hatte er Berühmtheit erlangt. Er starb im Jahr 1990.

 

 

 

 

 

Dieses Foto zeigt Heian KouOu (Kouzan senior, rechts) und Heian Kouzan (junior, links) auf der zweiten Gafu-ten Shohin-Ausstellung im Jahr 1978, auf der eine besondere Präsentation von Kouzan-Schalen gezeigt wurde, vermutlich anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung des Buchs „Charisma“ (mit Schalen von Yusen Tsukinowa und Heian Kouzan), das 1979 herauskam.

 

 

Kouzans Werke sind für ihre relativ dünnen Wände und zarte Konstruktion bekannt, trotz derer seine Schalen mathematisch präzise hergestellt sind, mit starken, geraden Linien und Ecken. Für diese bekam er den Spitznamen „Das Rasiermesser“. In vieler Hinsicht steht er im Gegensatz zu Tofukuji, dessen Schalen oft ungleichmäßig, rustikal und warm sind, alles andere als mathematisch präzise! Kouzan ist vielleicht am bekanntesten für seine glasierten Schalen, von denen die blauen, die blutroten und die grünen am berühmtesten sind.

Jedenfalls ist sein Werk sehr vielfältig und beinhaltet sowohl geschnitzte Verzierungen und Bildrahmenmotive als auch bemalte Stücke.

 

Einige wichtige Dinge sollte man über Kouzans Schalen wissen. Die vor dem Krieg hergestellten Schalen wurden aus weißem Ton gefertigt, während er nach dem Krieg rötlichen Ton verwendete. Deswegen sind Kouzan-Schalen aus weißem Ton wertvoller und selten, da sie frühe Arbeiten aus der Zeit sind, bevor er berühmt wurde.

 

1973 gab Kouzan senior den Namen der Familientöpferei an seinen Sohn weiter und änderte seinen Künstlernamen in “KouOu”(香翁), was so viel wie “Alter Mann Kou” bedeutet. Einige seiner besten Werke stammen aus der KouOu-Periode, den Jahren 1973 - 1990, vor allem unglasierte Stücke, da zu dieser Zeit Shohin-Bonsai beliebt wurden, wie auch Nadelbäume mit Totholz.

 

Außer seinem eigenen Sohn bildete Kouzan senior in seinem ganzen Leben nur einen einzigen Lehrling aus, den heute sehr bekannten Töpfer Horie Bikoh.

 

Im Folgenden betrachten wir die glasierten und bemalten Werke von Kouzan und in einem zweiten Artikel die unglasierten Schalen und die der zweiten Generation, Shin-Kouzan.


 

 

GLASIERTE SCHALEN VON HEIAN KOUZAN

 

 

 

 

 

 

Diese Schale aus weißem Ton stammt aus der Vorkriegszeit und befindet in meiner eigenen Sammlung. Der gedrehte Rand, der im Japanischen übersetzt Hanfseildekor genannt wird, ist eine für Kouzan typische Dekoration. Die Schale ist etwa 80 Jahre alt und hat eine sehr schöne Patina.

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl meine kleine grüne Schale sehr hübsch ist, ist sie nicht so extrem wertvoll wie dieses Stück. Diese Schale wird als ein Beispiel für Kouzans beste Glasur- und Tonarbeit betrachtet und dies schlägt sich in einem Preis von etwa 6500,-$ nieder.

 

 

 

 

 

Eine blau glasierte Schale von “KouOu”, die im Buch “Charisma” abgebildet ist, das der Töpferarbeit von Heian Kouzan und Yusen Tsukinowa gewidmet ist. Dieses Exemplar befindet sich in der Sammlung meines Freundes Matthew H. Ouwinga von Kaede Bonsai, der meine Artikel oft mit seinen Beiträgen bereichert. Die verschiedenen Blauschattierungen auf dieser Schale sind sehr schön und die exakten, sauberen Linien sind charakteristisch für Kouzans Stil.

 

 

 

 

 

 


Eine weitere Schale aus Matt Ouwingas Sammlung, die eine für Kouzan ganz typische Verzierung aufweist: geometrische Muster. Kouzans Verwendung solcher geometrischer Muster wirkt leicht und luftig und verleiht der Schale eine zarte Erscheinung. Die Patina ist ebenfalls hervorragend.

 

 

 

 


 

Eine dritte Schale aus dem Hause Kaede Bonsai. Diese ist mein Lieblingsstück aus der Dreiergruppe (wobei ich die anderen beiden nicht von der Bettkante stoßen würde - nehmen Sie Ihre Schalen etwa nicht mit ins Bett?). Die tiefblaue Indigoglasur ist fein und klar und die angedeutete Mokko-Form ist genauso einzigartig wie gut verwendbar. Eine Umemodoki, die japanische Winterbeere (Ilex serrata), würde großartig darin aussehen.

 

 

 

 

 

 

 

Diese Schale befand sich früher in Matts Sammlung (wobei dieses alte Foto das Originalverkaufsfoto des wunderbaren Keramik- und Bonsai-Händlers Yorozuen ist) und hat eine interessante Geschichte. Man kann viel daran lernen. Während die meisten Signaturen von Kouzan so exakt sind wie seine Tonarbeit, haben etwa 10 - 15% der nachgewiesenermaßen echten Kouzan-Schalen, die ich gesehen habe, eine leicht verwischte und verlaufene Signatur mit blauer Glasur auf weißem Porzellanuntergrund (Sometsuke). Es ist ein häufiger Fehler, falsche Schlüsse aus einer verlaufenen Signatur zu ziehen, denn es ist viel wahrscheinlicher, dass die Signaturen auf Fälschungen sehr klar sind, dabei aber nicht genau der Art entsprechen, wie Kouzan selbst die Kanji-Zeichen seiner Signatur ausgeführt hat.

 

Tatsächlich haben die meisten der wahrscheinlich gefälschten Schalen, die ich zu sehen bekommen habe, viel klarere Signaturen als die echten Kouzan-Schalen. Kouzan juniors Signatur auf Porzellan ist auch ein wenig klarer als die seines Vaters. Jedenfalls ist diese Schale definitiv eine echte Kouzan, was unabhängig voneinander von den höchstrangigen Fachleuten der Branche bestätigt wurde. Das Verlaufen und Verwischen der Signatur dürfte vor dem Brand geschehen sein, denke ich.

 

 

 

 


 

Der Boden der Schale zeigt die beschädigte blaue Glasur auf dem weißen Porzellan. Man beachte, dass das Porzellan verwischt wurde und die Schlieren erhalten geblieben sind, was vor dem Brennen geschehen sein muss, im Gegensatz zu einem möglichen Verwischen mit Sandpapier, um eine schlechte Fälschung zu kaschieren.

 

 

 

 

 


 

 

Ich habe eine Menge Kouzan-Signaturen mit ähnlichen Beschädigungen gesehen, die vor dem Brennen geschehen sind. Die drei gezeigten Beispiele sind repräsentativ für die verschiedenen Arten von Signaturschäden, die ich oft an echten Kouzan-Schalen vorgefunden habe.

 

 

 

 


 

 

Dies ist ein Beispiel, von dem ich glaube, dass es sehr wahrscheinlich eine gefälschte Kouzan-Signatur ist. Man beachte, dass der rechte „Arm“ des oberen Zeichens bedeutend länger ist als der auf der linken Seite. Diese stilistische Abweichung ist ein todsicherer Beweis. Nicht alle gefälschten Kouzan-Schalen weisen dieses Merkmal auf, aber es ist meiner Ansicht nach das Markenzeichen eines bestimmten, sehr eifrigen Fälschers. Es ist auch hier zu bemerken, dass die Linien bedeutend klarer und weniger verwischt sind als bei echten Kouzans.

 

 

 

 

 

 


 

Eine Kouzan-Schale wie sie im Buche steht, in einem Stil, für den er berühmt ist. Dieser Keramikstil ist oft bei antiken chinesischen Blumenzwiebelschalen zu sehen, die keine Drainagelöcher besitzen, Kouzan jedoch imitierte den Stil für Bonsaischalen. Die Verarbeitung des Tons ist großartig. Ein wirklich spektakuläres Stück! Die Glasur selbst ist eine für die Kouzan berühmt ist und von der viele sagen, dass sie am dichtesten an das helle Blau der besten antiken chinesischen Blauglasuren (Kinyo) herankommt. Deswegen werden Schalen mit dieser Glasur oft als “KouKinYo” bezeichnet, was eine Abkürzung für etwas wie “Kouzan Hellblau im antiken kantonesischen Stil” ist.

 

 

 


 

Dieses Foto stammt aus dem Lexikon der Luxus-Töpferwaren “Bijutsu Bonkei.”. Man beachte, wie die unterschiedliche Belichtung der beiden Fotos den Ausdruck der Schale vollkommen verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Quartett von etwas tieferen Schalen in der Form eines antiken Spiegels, mit apart geschnittenen Füßen, in vier verschiedenen Glasurfarben, aus der KouOu-Zeit. Kouzan benutzte, soweit ich weiß, in seinen späten Jahren keine Gipsformen mehr, aber bei früheren Stücken hat er dies getan. Viele spätere Schalen, die mit KouOu markiert sind, wurden in Wahrheit von Kouzan junior hergestellt, wobei aber die Glasur und / oder Bemalung von Kouzan senior vorgenommen wurde.

Die Schale mit der hellen Rotkehlcheneierschalenfarbe und die mit der tiefroten Glasur sind sehr schön und typisch für Kouzans Glasurprofil, aber ich persönlich habe eine Schwäche für Gelb!

 

 

 

 

 

 

Eine sehr schöne, gestempelte, frühe Arbeit von Kouzan. Ursprünglich muss diese Glasur gelb oder cremefarben gewesen sein, man kann es kaum noch sagen bei all der Patina! Die Füße, von unten betrachtet, stellen massive Dreiecke dar, um die herum der Boden der Schale weggeschnitten wurde.

 

 

 

 

 

 

 

Eine in einem einzigartigen Grün glasierte, etwas höhere, rechteckige Schale mit zarten blauen Flecken. Kouzans Präzision kann man leicht anhand der starken Linien und Ecken dieser Schale erkennen. Dies ist ein frühes Stück, das in einem Noborigama-Holzbrandofen gebrannt wurde, der ähnliche Glasureffekte hervorbringen konnte, wie der „Yohen“-Brennofen.

 

 

 

 

 

 

Eine quadratische Schale mit geschnitzten Fenstermotiven. Die Glasur auf dieser Schale ist besonders schön. Dies ist vielleicht Kouzans meist kopierter Stil. Ich habe Hommagen in diesem Stil von vielen Töpfern von Rang gesehen. Wenn man das erste Foto in diesem Artikel, das Vater und Sohn Kouzan zeigt, genau betrachtet, erkennt man dass der Senior eine ähnliche Schale in “KoKinYo” in der Hand hält. Dies sind meine Lieblingsschalen unter den typischen Modellen von Kouzan.

 

 

 

 

 

 

 

Dies ist eine Kouzan-Hommage von Bigei. Ich habe eine ganze Reihe dieser Schalen von Bigei gesehen, die meisten unglasiert, aber einige brüniert wie dieses Exemplar. Wenn man weiß, welche Liebe zu Präzision und Detail Bigei besitzt, ist es keine Überraschung, von ihm Hommagen an den „Rasiermesser-Kouzan“ zu sehen.

 

 

 

 

 

 

Diese Schale ist eine Hommage an Kouzan von 奥貫昭仁 (Okunuti Shojin?). Dieser Töpfer scheint ausschließlich Kouzan-Hommage-Schalen angefertigt zu haben, meistens diese geschnitzten Paneel-Schalen und etliche davon in Kouzans berühmten Glasurfarben: Buchweizen, Hühnerblutrot und „grüne Öltropfen“. (Wie interessant diese Glasurnamen übersetzt klingen!)

 

 

 

 

 

 

Eine cremefarben glasierte Kouzan-Schale mit einer unglaublichen Patina. Cremefarbene Kouzans sind an sich schon ungewöhnlich, mit diesem Level an Patina umso mehr. Einfach wundervoll.

 

 

 

 

 

 

Eine höhere, rechteckige mit “KouKinYo” Glasur. Diese Glasur ist zart und rein, das hellste Blau. An diesem Stück ist es leicht zu ermessen, warum Kouzans hellblaue Schalen so begehrt sind! Der Mangel an Patina bezeugt, dass die Schale die meiste Zeit im Regal verbracht hat. Bei den „großen Drei“ ist es schwer zu sagen, was ihre Schalen wertvoller macht: eine starke Patina oder überhaupt keine, obwohl es sicher ist, dass alles dazwischen weniger wertvoll ist! Einer der Faktoren, die die Schalen von Tofukuji, Yusen und Kouzan so wertvoll macht, ist, dass sie leicht zu verwenden sind und Bonsai exzellent zur Geltung bringen. Ergo wurden fast alle benutzt. Konsequent vollkommen unbenutzte, jungfräuliche Stücke können deshalb höhere Preise erzielen als solche mit starker Patina. Sie sind dann nichts zum Benutzen, aber der Traum eines Sammlers!

 

 

 

 

 


Eine Vorkriegsschale aus weißem Ton mit dunkelblauer Glasur. Diese Glasur ist interessant, da sie zum unteren Rand hin dunkler zu werden scheint. Wenn man einige Gafu-ten-Bildbände durchblättert, wird man viele dunkelblaue Kouzan-Schalen entdecken, die hervorragende Partner für Arten mit roten Früchten sind.

 

 

 

 

 

 


Eine mehrschichtige rote Kouzan-Schale in einer quadratischen Kaskadenform. Die verschiedenen Rottöne, die unebene Oberfläche und das Craquelé sind sehr ungewöhnlich, besonders für Kouzan, dessen üblicher modus operandi, wie man in diesem Artikel sieht, einfarbig und dezent ist. Daher ist diese Schale wahrscheinlich ein frühes Werk und wurde im Noborigama-Holzofen gebrannt, bevor Kouzan begann, mit Gas- und elektrischen Öfen zu arbeiten.

 

 

 

 

  

 

Eine tiefblaue, flache, rechteckige Schale mit Wolkenfüßen und nach innen gezogener Lippe. Dies ist eine der häufigsten Glasurfarben von Kouzan, zusammen mit Rot und Hellblau.


 

 

 

 

 


Eine sehr interessante Schale mit pinkfarbener Glasur, Hanfseildekor oben und unten, außen angebrachten Füßen und herrlicher Patina, die besonders am Rand sichtbar ist. Die unterschiedlichen Schattierungen dieser Schale sind sehr hübsch und feminin. Ich bin nicht sicher, was ich hineinpflanzen würde. Vielleicht etwas Elegantes, Dünnstämmiges, Geneigtes und Hängendes, mit lila Beeren - einen wilden Wein? Oder eine Schönfrucht?

 

 

 

 

 

 

 

Eine Schale mit einem gedämpften, dezenten Rot. Einfach und elegant mit sauberen Linien. Dies ist es, wofür Kouzan steht. Die ganz subtilen Tropfen in der Glasur formen eine Welle, die nur bei genauerer Betrachtung zu erkennen ist.

 

 

 

 

 

 


Eine sehr hübsche, ovale Schale mit cremefarbener Glasur, einem Band am unteren Rand, nach innen gezogener Lippe und geschnittenen Füßen. Die dünne, cremefarbene Glasur ist meisterhaft gemacht und die Patina beginnt, dieser Schale einen würdevollen Ausdruck zu verleihen.

 

 

 

 

  

 

Wir beenden die Betrachtung der glasierten Schalen von Kouzan mit dieser einfachen, eleganten, grünen Craquelé-Schale. Eine einfache, wunderschöne Schale, im Geiste von Wabi-Sabi, ein Bild von dezenter Eleganz, die zeigt, in welchem Maße Kouzan sein Leben der Herstellung von Schalen gewidmet hat, „in denen Bonsai wachsen können“ und nicht solchen, mit denen er sein künstlerisches Ego herausgestellt hätte.

 

 

 

 


BEMALTE SCHALEN VON HEIAN KOUZAN

 

 

 

 


Eine bemalte, quadratische Schale von Kouzan. Auch wenn sie nicht so detailliert oder beeindruckend bemalt ist wie Beispiele von Yusen Tsukinowa oder Ito Gekkou, haben Kouzans bemalte Schalen doch ihren ganz einzigartigen Charme. Manchmal sind sie ein wenig zu präzise und streng und scheinen zu formal, aber andere sind einfach und elegant mit hervorragendem Einsatz von Negativraum und Details, wie in diesem Beispiel.

 

 

 

 

 

 

 


Dieses Stück ist eine Gemeinschaftsarbeit, die Schale ist von KouOu und die Bemalung von KouSyu(?). Die Bemalung mit Goldglasur ist subtil und das Bild gut ausgeführt, eine gute Kooperation. Dies ist die einzige Kooperationsschale, die ich zu bieten habe und deswegen habe ich sie hier gezeigt. Wer mehr wissen möchte über die Gemeinschaftsarbeiten von Kouzan, dem empfehle ich wärmstens den Artikel zu dem Thema, den Peter Warren aus dem Kinbon-Magazin für den Bonsai-Focus Nr. 60 übersetzt hat. Er enthält einige großartige Bilder und Berichte über Kouzan und zeigt auch mehrere Gemeinschaftsarbeiten von Kouzan senior und junior, als auch mit anderen Künstlern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Drei Ansichten einer dicht bemalten Kaskadenschale mit Landschaftsmotiven und traditionellen geometrischen Mustern. Diese Schale ist sehr schön, aber sie zeigt deutlich, was ich weiter oben bereits über Kouzans eher formalen Malstil angemerkt habe. Der Gesamteindruck dieser Schale ist, jedenfalls für mein Gefühl, eher starr.

 

 

 

 

 

 


Ein Suiban von Kouzan, der im Inneren mit einer Landschaftsszene bemalt ist. Im Gegensatz zum vorigen Beispiel wirkt hier der Malstil viel eher charmant als formal.

 

 

 

 

 

 


Eine Schale aus rotbraunem Ton mit einer blau bemalten Porzellanbeschichtung auf den Schalenwänden. Der Baum ist auf interessante Weise dargestellt, mit arabeskenartigem Laub.

 

 

 

 

 

 

 


Eine sehr interessante bemalte oder gefärbte Schale. Ich glaube nicht, dass ich diese Glasurtechnik jemals bemalt gesehen habe. Diese Art Glasur wird „Aprikosenhaut“ genannt und wurde bei einigen wunderschönen Schalen von Imaoka Machinao verwendet, bei ihm in Aprikosenfarbe und auch in Gold und Silber.

Die Landschaft ist sehr gut ausgeführt, gerade wenn man die Technik und Glasur berücksichtigt. Es handelt sich um ein interessantes, einzigartiges Stück. Es stand 2013 für etwas über tausend Dollar zum Verkauf, während man fünf Jahre zuvor eher den dreifachen Preis erwartet hätte. Zwei Jahrzehnte eher, zur Zeit des Wirtschaftsbooms, hätte sie vielleicht sogar das Zehnfache gekostet.

 

 

 


Detail der Aprikosenhautglasur.

 

 

Artikel und Fotos wurden freundlicherweise von Michael Ryan Bell (USA) zur Verfügung gestellt.

www.japanesebonsaipots.net

 

Übersetzung: Heike van Gunst


Previous page: Tokoname
Nächste Seite: Heian Kouzan