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Kleine Schatztruhe Nr. 1

Aus China kam es, mit Gold wurde es aufgewogen. Marco Polo nannte es „ Porzellana“. Von der Kaurischnecke mit ihrem glatten, glänzendem Haus kommt der Name -Porcella-. Wir nennen es heute Porzellan. Die Beschäftigung mit Porzellan gleicht einem Abenteuer, einem Abenteuer zurück zu den Anfängen der Kunst/Keramik herzustellen. Vor etwa 700 Jahren berichtete schon ein europäischer Kaufmann von der allerhöchsten Feinheit dieser Keramik, die an Glas erinnert, aber eine weitaus höhere Festigkeit aufweist. Im Jahre 1271 unternahm Marco Polo mit seinem Vater und Onkel eine Handelsreise nach Peking. Nach seiner Heimkehr im Jahre 1292 brachte er neben anderen Handelsgütern auch Porzellan mit und damit auch den Bazillus, dem man das Porzellanfieber zuschreiben könnte.
Dieses Porzellanfieber brach dann auch europaweit aus. Italienische Fayence- und Glasmacher, deutsche, französische und englische Keramiker suchten verzweifelt nach dem Stoff, um solch herrliche Kostbarkeiten herzustellen. Den Stoff, bei dem Fürsten und Könige schwach wurden.
Die hier vorgestellten Porzellanschalen stammen alle aus China.


Größe: Durchmesser 28 cm x 18 cm hoch Alter: ca. 80 – 100 Jahre

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Größe: 19,5 cm x 19,5 cm x 15,8  Alter: ca. 80 – 100 Jahre

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Größe: 22 cm x 15,7 cm x 16,3 cm  Alter: ca. 80 – 100 Jahre


Die Landschaftsmalerei auf dieser Schale wurde sehr dynamisch und spontan aufgebracht, fast schon modern.
Auf der Innenseite der Schale, noch sehr gut zu sehen, Verstärkungsstreben. Sie sollen einem Verzug während des Brennvorganges entgegenwirken. Heute wird diese Technick so gut wie nicht mehr verwendet.

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Die hier im „Kleinen Schatzkästchen“ vorgestellten Schalen stammen alle aus der Sammlung von Paul Lesniewicz.
Text und Fotos: Peter Krebs