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Kleine Schatztruhe Nr. 4

Es begab sich zu einer Zeit in der man in China die Herstellung von Porzellan schon meisterlich beherrschte, da begann man in dem Rest der Welt verzweifelt nach dem „ARKANUM“ (laut Lexikon – Geheimnis, geheime Kraft, Geheimmittel) zur Herstellung zu entschlüsseln.
Erst 1709 gelang es Johann Friedrich Böttger in Meisen über Umwegen Gold herzustellen, das große Geheimnis zu lüften.
Am 28 März 1709 berichtete Böttger seinem König, dass es ihm gelungen sei echtes Porzellan herzustellen. Seine Entdeckung war wiederum ein streng gehütetes Geheimnis. Aber auch die bestgehüteten Geheimnisse lassen sich nicht auf Dauer geheim halten.
Kaolin hieß das große Zauberwort, und es war die Zusammensetzung der Porzellanmasse, die das Geheimnis so lange unentschlüsselt ließen.
Die Hauptbestandteile der Porzellanmasse sind Kaolin; (nach dem chinesischen Berg Kao’ling oder Kauling) Quarz und Feldspat (auch Petuntse genannt, kommt aus dem chinesischen „Pai tuntse“ und bedeutet kleine, weiße Blättchen). Diese Porzellanmasse besteht aus ca. 50% Kaolin, 25% Quarz und 25% Feldspat.
Die hier im Schatzkästchen gezeigten Schalen sind zwar noch nicht so alt, doch das jetzt nicht mehr geheime Rezept ist immer noch das gleiche wie vor unglaublich langer Zeit. (das Porzellan wurde um die Wende des 9. und 10. Jahrhunderts von chinesischen Töpfern entdeckt.
Schalen zum Träumen.
Wahrscheinlich in der chinesischen Song-und Yuan-Dynastie und dann auch später in der Qing Dynastie wurden Porzellanschalen hergestellt, die Bonsaischalen sehr ähnlich waren, mit dem einen Unterschied, sie hatten keine Wasserabzugslöcher.
Der Grund dafür war, man benutzte sie zur Pflanzung von Blumenzwiebeln. Als untere Schicht wurde Kies oder grober Sand eingestreut, in die Schicht etwas feinerer Kies. Dahinein wurden die Blumenzwiebeln gesteckt, die dann, und das ist Tradition, zur Neujahrszeit  erblühten und das Frühjahr willkommen hießen.


Größe: 21 cm x 14,5 cm x 6,8 cm

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Größe: 23,7 cm x 21 cm x 6,4 cm

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Größe: Durchmesser 28 cm x 4,8 cm hoch

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Größe: 26 cm x 13 cm x 5,1 cm

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Die hier im „Schatzkästchen“ vorgestellten Schalen stammen alle aus der Sammlung von Paul Lesniewicz.
Text und Fotos: Peter Krebs
 


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