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Miniporzellan 5

Vorm Sonnenrade

Dort fliegt ein Edelstein:

Der Regenpfeifer

                               Bosha

                              

 

 

Wie Edelsteine an einer Schnur reihen sich die Bilder dieser wunderschönen Schalen (mit und ohne Shohin) aneinander.

In eine gute Bonsai-Schalensammlung gehören neben Keramikschalen auch immer einige Exemplare aus Porzellan. Das Wort Porzellan hat in China seltsamerweise eine andere Bedeutung als in Europa. Für Chinesen sind alle Keramiken, die beim Anschlagen einen reinen und hohen Ton erklingen lassen, Porzellan. In Europa zählt nur jene Keramik zu Porzellan, die zum einen wie in China einen reinen und hohen Ton erklingen lassen und zudem auch noch durchlässig, weiß, rein und durchscheinend sein müssen. Porzellan ist eine keramische Masse, die aus Kaolin, Feldspat und Quarz besteht und bei Temperaturen zwischen 1300° und 1500° Grad C glasartig ausbrennt. In Bezug auf die voran gezeigten Artikel  “ Miniporzellan“ möchte ich Ihnen auch hier wieder einige Minischalen vorstellen. Ich habe den Versuch unternommen die kleinsten in der Schalenfamilie ein wenig zu sortieren, - und hier nun die ganz lebensfrohen, die farbigen, die Edelsteine.

 

 Bild 1 

Cinesische Schale ca. 80 Jahre alt

 

Das Dekor dieser Schalen wurde im Aufglasurbrandverfahren hergestellt. Aufglasuren gab es im Gegensatz zu Unterglasuren in einer sehr reichhaltigen Farbpalette. Aus diesem Grund konnten Schalen mit Aufglasuren sehr farbenfroh ausgemalt werden. Nach dem Aufmalen der Glasur wurden diese Schalen in einem zweiten Brand bei ca. 850° Grad ausgebrannt.

Die kleine Porzellanschale besticht durch ein überschwenglisches florales Muster. Die dicke türkisfarbene Aufglasur wurde unter Aussparung von Blumen und Ranken flächendeckend aufgetragen. Das nun weiß hervortretende Muster ist die eigentliche Grundfarbe des Porzellans.

 

 Bild 2

 Auch der obere Rand wurde aufwendig ausgearbeitet und bemalt.

 

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Und hier wieder zum Vergleich im japanischen Malstil Edelsteine vom Feinsten. Es handelt sich hierbei um sehr verschiedene  Maltechniken. Was sie miteinander verbindet sind die große Farbenvielfalt, die Lebendigkeit und letztendlich die Freude am Leben.

 

Bilder für den Kunstgenuß.

 

 Bild 3 

Japanische Lavendelheide, Pieris japonica,  Höhe: 16 cm

 

 Bild 4

Japanische Serissa, Serissa japonica,  Breite: 19 cm 

 

 Billd 5

Scheinquitte, Chaenomeles japonica, Chojubai  Höhe: 21,5 cm 

 

 Bild 6

Storaxbaum, Styrax japonica,  Höhe: 13 cm

 

 Bild 7

Das florale Muster tritt fast plastisch hervor.

 

 Bild 8

Sternjasmin, Trachelospermum jasminoides,  Höhe: 20 cm - Besitzer Akira Yokuyama

 

 Bild 9

Drache in typischem japanischen Malstil.

 

 Bild 10

Scharfzähniger Strahlengriffel, Actinidia arguta, Länge: 9 cm - Besitzer Shinichi Yoshida

 

 Bild 11

China Birne, Pyrus pyrifolia, Höhe: 12 cm

 

  

Peter Krebs.

 

 

Bildquelle:

 

Bild Nr. 1 und 2 Peter Krebs und Bernd Braun

 

Bild Nr. 3,4,5,6,7,8,9,10,11 wurden freundlicherweise von BONSAI ART zur Verfügung gestellt.


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