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Outdoor vorübergehend Indoor

Outdoor-Bonsai im Notfall vorübergehend im Haus

Im Frühjahr spielt uns das Wetter manchmal üble Streiche. Der April und Mai sind in manchen Jahren bei uns in Deutschland so kalt, dass einige empfindliche Laubbaumarten, wie z.B. die Fächerahornsorte 'Seigen', im Austrieb stehen bleiben oder sogar Schäden an den noch weichen neuen Trieben davontragen.

In solchen Fällen kann es ausgesprochen hilfreich sein, diese Bäume für etwa zwei Wochen im Haus aufzustellen, wo eine gleichmäßige Wärme gegeben ist. Diese hilft, den Baum zu aktivieren, um den neuen Austrieb voranzubringen. Wichtig ist natürlich, dass der Baum neben der wichtigen Wärme auch so viel Licht wie möglich erhält. Er muss direkt an einem möglichst großen Süd- oder Westfenster stehen und ggf. mit einer Pflanzenleuchte unterstützt werden. Unter diesen Voraussetzungen stellt sich in der Regel schnell wieder das benötigte Wachstum ein und der Baum kann bei günstiger Witterung wieder an seinen Platz im Freien gestellt werden. Dort muss natürlich bis nach den Eisheiligen weiterhin darauf geachtet werden, den Baum vor Spätfrösten zu schützen, die den neuen Austrieb erneut bedrohen könnten.

Vielen Bonsai-Freunden ist die Grundregel, dass Outdoor-Bonsai im Haus nichts zu suchen haben, so stark eingeprägt worden, dass sie diese hilfreiche Maßnahme nicht ergreifen mögen. Wer ihren äußerst positiven Effekt jedoch in einem Notfall einmal erlebt hat, wird dankbar dafür sein.

 

Der Fächerahorn (Acer palmatum 'Seigen') steht vorübergehend im Wohnzimmer am Südfenster, unter einer Pflanzenlampe und für die zusätzliche Erwärmung des Wurzelballens auf einer Heizmatte.