Diese Seite drucken

Die Schätze des Herrn I.C. Su 4

Die Schalenkollektion von Herrn I.C. Su aus Taiwan zählt zu den bedeutensten Sammlungen weltweit

_________________________________________________________________

Long Quan Qing Ci

„Long Quan Qing Ci“ wurde anfänglich in der Zeit der Dynastien Wu Dai bis Bei Song hergestellt.  Es wurde aus „Yue Gao Qing Ci“ weiterentwickelt und ist daher ein Vertreter des Porzellans aus dem Süden.

Nachdem der Kaiser nach Süden zog, wurde Hangzhou als „Hauptstadt“, das Zentrum von Politik, Wirtschaft und Kultur. [Hier ist ja bei Wikipedia von nördlicher und südlicher Dynastie die Rede, doch Yang meint, es sei sicherer diesen Sachverhalt mit der „Wanderung“ des Kaisers nach Süden zu beschreiben]

Diese gesellschaftliche Veränderung spielte beim Etablieren von „Long Quan Gao Porzellan“ eine sehr wichtige Rolle. Auf Grund des hohen Anspruchs des Kaisers und der gesellschaftlichen Oberschicht an hochwertige Porzellanprodukten wurden elegante Formen angestrebt, um das Niveau von „Song Guan Gao Porzellan“ zu erreichen. Darüber hinaus wurden bei den Rezepten der Glasur große Fortschritte gemacht. Feldspalt wurde in der Produktion anteilig erhöht, während der Anteil an Calciumoxid von den ursprünglichen 16 % bei „Yue Gao“ auf 10% sank. Dadurch bleibt Feldspalt unter hohen Temperaturen sehr dick und cremig.

Somit kann [ein bestimmtes chemisches Element - Das Zeichen ist leider in der Datei nicht richtig zu Lesen]

nicht mehr aus der dicken Glasur entweichen und bleibt in der Glasur erhalten.  Dadurch entsteht eine glatte, aber nicht glänzende Oberfläche, was der Grund dafür ist, dass Long Quan Qing Ci sich wie Jade anfühlt.

Dieses Stück wurde 1998 in London versteigert.

________________________________________________________________________

Jün Yao

Jün Yao ist eine Art der Blumenzwiebelschale, die speziell nur für den Kaiser und seine Familie gebrannt wurde. Diese Art der Blumenzwiebelschale wurde in der Zeit von Song Huizong  (1101-1124) hergestellt. Die Töpferei befand sich im Baguadong Yuxiancheng (Name einer Stadt / Dorf) in der Heinan Provinz. Jün Yao wurde mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Der Ton ist sehr fein und hart. Die besonderen Eigenschaften beim Brand sind "Orangenhaut", "Nadeloese", "Regenwurmspuren", "Sesamcremekruste"

Die Glasuren wirken sehr rein, elegant, bunt, vielseitig, offen und freizügig. Jün Yao wurde von dem Kaiser und seiner Familie sehr geliebt. So wurde Jün Yao zu einer der fünf größten Arten von Schalen der Song Dynastie (Ru, Guan, Ge, Jün, Ding).

Dieses Stück wurde in der Sotheby Auktion in London versteigert. Es wurde in der frühen Song Dynastie produziert. Die Glasur ist hellblau (wie der Himmel nach einem Regenschauer) und die Schale hat eine viereckige Form. Auf dem Rand der Schale befinden sich "rautenförmige" Linien. Die Füße sind Füße der "Wunscherfüllung" und sind voll glasiert. Am Boden gibt es das chinesische Zeichen für "Neun". Die Schale ist 19cm lang. Dieses Stück wurde 1980 in der Ausstellung für chinesische Keramik in London ausgestellt. Es gibt noch drei ähnliche Stücke:

Das erste steht in der Sammlung eines Kunstmuseums in London, dieses wurde auch in einem Buch über chinesische Keramik 1923 veröffentlicht.

Das zweite Stück steht in der David Fundation in London. Es ist ebenfalls in einem Buch "Shi Jie Jia Wei Da" (wörtlich: "große Weltfamilie") von 1982 Band sechs Seite 49 beschrieben.

Das dritte Stück befindet sich im Museum der verbotenen Stadt in Peking und ist im Besitz des Qunbulan Kunstinstituts.

__________________________________________________________________________

Schale Nr. 18

18. Bunte Emallie Schalen "Gu Yue Xuan" (Name der Glasur, wörtlich "Alt - Mond - Pavillion")

Die Cloisonne Technik stammt ursprünglich aus dem Westen und wurde in der Kangxi Zeit der Qing Dynastie weiterentwickelt. Diese Schalen, die durch diese weiterentwickelte Technik hergestellt wurden, heißen "Ci Tai Shu Fa Lang" oder auch "Gu Yue Juan".

Im Westen wurde sie "vielblütige Rosen Glasur" genannt.

Diese Keramik wurde zuerst mit weißem Ton im Ofen in Jing De Zhen (Stadt) gebrannt. Danach wurde sie in den Palast des Kaisers transportiert und dort von kaiserlichen Malermeistern, mit aus dem Westen importierten Glasurfarben, bemalt. Anschließend wurde die Keramik nochmal gebrannt. Nach dem doppelten Brand wurden die Arbeiten bunt glasiert. Die dicken gezeichneten Linien heben sich deutlich von der farbigen Glasur ab. Dadurch entsteht ein sehr plastischer Oberflächeneindruck. Der Ton ist sehr fein und die Farben sehr klar und brilliant. Diese Schalen standen nur für den Kaiser und seine Familie zur Verfügung , haben einen sehr hohen Wert und sind sehr beliebt. Schalen mit "Gu Yue Xuan" Zeichen am Boden werden "Gu Yue Xuan" bunte Emallie Schalen genannt.  Dieses Stück wurde in der Christies Auktion in London versteigert.

____________________________________________________________________________

Schalenbesitzer und Fotos: I.C. Su

Chin. Übersetzung: Li Yang

Textbearbeitung: Peter Krebs